Bericht Denkmalschutz

Sehr geehrte Damen und Herren,
die untere Denkmalschutzbehörde (uDschB) des Landkreises Uckermark bestätigt den Eingang Ihres Antrages auf denkmalrechtliche Erlaubnis für das o.g. Objekt.
Es ergeht auf der Grundlage des § 9 (1) BbgDSchG   folgender
B E S C H E I D
Die von Ihnen beantragte Maßnahme Wiederherstellung der Turmuhr wird entsprechend den vorliegenden Unterlagen (Erlaubnisantrag, Bericht des Glockensachverständigen vom 23.07.2011, Muster Leistungsbeschreibung des Glockensachverständigen vom 06.09.2011, Angebot der Firma Zachariä Turmuhren) unter Berücksichtigung der nachstehend aufgeführten Auflagen und Hinweise erlaubt. Die aufgeführten Unterlagen sind Gegenstand dieses Bescheides.
Auflagen:
1.    Die Gestaltung des Ziffernblattes und der Zeiger ist mit der uDschB anhand von Zeichnungen abzustimmen. Die Farbigkeit ist einvernehmlich mit der uDschB festzulegen. Es sind nicht glänzende Farben zu verwenden.
2.    Der Klöppel der Glocke ist zu erhalten und wiederzuverwenden, das Klöppelleder ist zu ersetzen.
3.    Der Aufstellungsort des Schlagwerkschaltschrankes ist mit der uDschB abzustimmen.
4.    Die beantragte Maßnahme ist nach denkmalpflegerischen Grundsätzen zu dokumentieren. Die Anforderungen an die Dokumentation sind diesem Bescheid als Anlage beigefügt. Die Dokumentation ist der uDschB spätestens 4 Wochen nach Abschluss der Arbeiten in 2-facher Ausfertigung (1 x Original, 1 x Kopie) zu übergeben.
5.    Der Beginn der Arbeiten und der Termin der Bauabnahme/Fertigstellung sind der uDschB mindestens zwei Wochen vor dem jeweiligen Termin schriftlich anzuzeigen.
Begründung:
zu 1.) Bei Einzeldenkmalen unterliegt sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch das Innere des Gebäudes den Schutzbestimmungen des BbgDSchG.
Wichtig für das Erscheinungsbild der Kirche ist es, das sich die neue Turmuhr in der Gestaltung des Kirchturmes anpasst und unterordnet. Daher ist auf auffällige Gestaltungen und Farben (z.B. glänzende Farben) zu verzichten und das Aussehen der Kirchturmuhr mit der uDschB abzustimmen.
zu 2.) Ziel der Denkmalpflege ist es, soviel Originalsubstanz wie möglich zu erhalten. Gemäß Bericht des Glockensachverständigen ist nur das Klöppelleder schadhaft und muss ersetzt werden. Der Klöppel ist nicht als irreparabel beschrieben und kann daher wiederverwendet werden.
zu 3.) Bei Einzeldenkmalen unterliegt sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch das Innere des Gebäudes den Schutzbestimmungen des BbgDSchG.
Gemäß § 9 (1) dieses Gesetzes ist für alle baulichen Veränderungen an dem Denkmal die Erlaubnis der uDschB einzuholen.
zu 4.) Durch die geplanten Maßnahmen wird das Denkmal in seinem jetzigen Bestand verändert. Alle Maßnahmen bzw. baulichen Veränderungen sind gemäß § 9 (3) BbgDSchG dokumentationspflichtig. Mit der geplanten Veränderung ist die Notwendigkeit einer Dokumentation begründet. Verantwortlich dafür ist der Eigentümer, der sonstige Nutzungsberechtigte oder der Veranlasser nach Maßgabe der Denkmalschutzbehörde, er trägt auch die Kosten [BbgDSchG § 7 (3)].
zu 5.) Zur Terminkoordination innerhalb der uDschB und in Vorbereitung von Kontrollfahrten zur Überwachung der fachlich richtigen Ausführung der beantragten Maßnahmen ist die rechtzeitige Angabe des Baubeginns und der Bauabnahme / Fertigstellung unerlässlich.
Hinweise:
1.    Eine Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz Brandenburg erlischt vier Jahre nach ihrer Erteilung [§ 19 (6) BbgDSchG].
2.    Genehmigungen, Befreiungen oder Erlaubnisse aufgrund anderer Rechtsvorschriften sowie privatrechtlicher Erlaubnisse des Grundeigentümers werden durch diese Genehmigung nicht ersetzt. Insbesondere weise ich darauf hin, dass für die von Ihnen beantragte Maßnahme eine kirchenaufsichtliche Genehmigung erforderlich ist.
3.                                                            Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beim Landrat des
Landkreises Uckermark,
Karl-Marx-Straße 1,
17291 Prenzlau
schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch erhoben werden.
Wird der Widerspruch schriftlich erhoben, so ist die Frist nur gewahrt, wenn der Widerspruch vor Ablauf bei der im Briefkopf angegebenen Behörde eingeht. Falls die Frist durch das Verschulden eines von Ihnen Bevollmächtigten versäumt werden sollte, so würde dessen Verschulden Ihnen zugerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Annette Nowatzky
Sachbearbeiterin

Anlage:
Anforderungen an die Dokumentation
Verteiler:
1.    BLDAM, Herr Schneider, Wünsdorfer Platz 4/5, OT Wünsdorf, 15806 Zossen
2.    Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Kirchliches Bauamt im Konsistorium, Frau Zergiebel, Georgenkirchstraße 69, 10249 Berlin
3.    z.d.A.

Sehr geehrte Frau Nowatzky,
in der Anlage sende ich Ihnen den Gestaltungsvorschlag des Zifferblattes (weiß) einschließlich Zeiger (schwarz), in nicht glänzenden Farben.
Ich bitte um Ihre Zustimmung.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Neudeck, 22.12.2011

Sehr geehrter Herr Neudeck,
gern bestätige ich die Ausführung des Zifferblattes, wie von Ihnen vorgeschlagen. Sollte es Probleme bei der Farbe geben, möchte ich Sie bitten hierzu noch einen Abstimmungstermin mit der uDschB durchzuführen.
Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr.
Annette Nowatzky, 22.12.2011

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