Projekt Dorfstein Dobberzin

Dorfstein 01 Dorfstein 02 Dorfstein 03 Dorfstein 04 Dorfstein 05 Dorfstein 06 Dorfstein 07 Dorfstein 08 Dorfstein 09 Dorfstein 10 Dorfstein 11 Dorfstein 12 Dorfstein 13 Dorfstein 14 Dorfstein 15 Dorfstein 16 Dorfstein 17 Dorfstein 18 Dorfstein 19 Dorfstein 20 Dorfstein 21

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Projekt Dorfstein Dobberzin
Die letzte Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren hat auf ihrem Rückzug in der Uckermark viele Findlinge hinterlassen. In den Dörfern ist es zum Brauch geworden, diese großen Steine mit typischen Motiven des Dorfes zu gestalten und gut sichtbar zu präsentieren. Auch Dobberzin möchte sich diesem schönen Brauch anschließen und natürlich einen ganz besonderen Stein aufstellen. Viele schon vorhandene Dorfsteine wurden besichtigt und beim Hersteller in Stolpe erfolgte ein informatives Gespräch. Preise von 5.000 bis 25.000 € führten zu einer Ernüchterung bei der Realisierung des Projektes. Trotzdem wurde 2013 ein Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Dorfsteins mit ortsbestimmenden Besonderheiten in Dobberzin ausgeschrieben. Die Resonanz war mit einem Beitrag bescheiden. Ein sich um den Stein windender Weg mit geschichtsträchtigen Jahreszahlen und dazu gehörenden Symbolen würde eine sehr teure Angelegenheit werden und forderte geradezu eine schöpferische Überarbeitung des Gestaltungsvorschlages regelrecht heraus. Das Ergebnis: ein sich um den Stein windender Weg mit geschichtsträchtigen Jahreszahlen von der Ersterwähnung bis zum Aufstellungsjahr, in großer Schrift „Dobberzin“ sowie für Vorder- und Rückseite jeweils eine Edelstahlplatte mit einer gelaserte Luftbildaufnahme und Geschichtsdaten von Dobberzin. Die aktuelle Luftbildaufnahme wurde aus mehreren Aufnahmen, die W. Bergholz aus dem Ultraleichtflugzeug fotografierte, zusammengesetzt und zeigt ganz Dobberzin mit umgebender Flur von Süden her. Die Suche nach einen mächtig, gewaltigen Stein begann und war in der Kiesgrube Hohensaaten erfolgreich. Der Riesenhaufen von Findlingen wurde von unserem Steinmetz, M. Martius, begutachtet und ein wunderschöner Stein gefunden, etwa 1,60 x 1,80 x 0,80 m und damit zirka 6 t Gewicht. Den Transport von Hohensaaten zur Steinmetzwerkstatt übernahm freundlicherweise die Dobberziner AGRAR-GmbH. Die Hilfsarbeiten bei der Bearbeitung des Steins übernahmen, natürlich unter fachlicher Anleitung, Klaus Kohlmay und W. Neudeck. Die Hilfsarbeiter bekamen einen eindrucksvollen Einblick in die körperlich schwere und vielseitige Arbeit eines Steinmetzes. Es gab viel Staub, Wasser und schwere Arme, aber alles war interessant. Die Facharbeiten wie Jahreszahlen, „Dobberzin“ und Feinheiten führte der Steinmetzmeister selbst aus. Alles schick, alle waren begeistert. Für den Aufstellungsort wurde die Genehmigung einschließlich Schachtscheine bei der Stadt Angermünde beantragt und mit freundlicher Bearbeitung geliefert. Der Transport von der Werkstatt zum Aufstellungsort übernahm wieder die Dobberziner AGRAR GmbH. Fischer-Kran aus Greiffenberg setzte unseren Stein mit sehr viel Mühe und Umsicht auf das vorbereitete Fundament. Und so konnte zum Dorffest „10 Jahre Dorfverein Dobberzin e.V.“ am 12. September unser Dorfstein feierlich enthüllt werden.

Allen Helfern und Unterstützern ein herzliches Dankeschön.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.