Die Geschichte von Dobberzin

Die Geschichte von Dobberzin

 

 

 

Vor mehr als tausend Jahren war Dobberzin ein kleines slawisches Fischerdorf am Mündesee und nannte sich Dobertyn.
1250 – 1300
Eine Dorfkirche aus Feldsteinen wird gebaut.
1314
Dobertyn wird in einem Schriftstück als „Kirchdorf“ erwähnt.
1354
Urkundliche Ersterwähnung von Doberzyn.
1481 und 1490
Friedrich und danach Jasper von Greiffenberg werden die ersten Gutsherren von Dobberzin.
1578
In einem alten Dokument werden für Dobberzin folgende Angaben gemacht: 16 Bauern, 11 Kossäten, 1 Schmied, 1 Hirte, 1 Pachtschäfer, welcher von den Gutsherren eingesetzt wurde
1631
Der Ritter Joachim von Buch kauft das Gut von Dobberzin für 14.000 Taler.
1678
Der Dachstuhl der Kirche brennt ab und wird anschließend wieder aufgebaut.
1687
Als Folge des 30-jährigen Krieges wurde fast das gesamte Dorf mit Rittersitz des von Buch verwüstet.
1734
In Dobberzin leben 134 Menschen. Davon sind 10 Bauern, 2 Häuslinge, 1 Schäfer, 3 Hirten, 19 Knechte, 6 Mägde und 1 Schmied.
1801 – 1804
In Dobberzin leben 188 Einwohner, unter ihnen auch ein Fischer und ein Schankwirt. 1804 werden 8 Bauernhöfe genannt: Gerichtsschulze Friedrich Henning, Gottfried Wilke, Christian Kujahn, Uwe Bleck, Friedrich Sellin, Christian Krüger und Carl Zimmermann sowie ein Kossät Christian Gräwert.
1815
Die Bauerngemeinde tritt die Hälfte ihrer Ländereien an die Gutsherrschaft ab und wurden frei von der Gutsuntertänigkeit.
1817
Angermünde wird Kreisstadt, der Kreis Stolpe hört auf zu existieren.
1840
Dobberzin hat inzwischen 231 Einwohner. Im Dorf dominiert das Rittergut der Familie von Buch. Daneben gibt es Einzelbauern, eine Försterei und einen Fischer.
1860
Das Gut Dobberzin erhält eine Ziegelei.
1865
Die Dorfkirche erhält mit finanzieller Zuwendung ihres Patrons eine Orgel.
1880
Die Orte Dobberzin, Herzsprung, Neukünkendorf und Schmargendorf erhalten eine Orts-Polizei-Verordnung nach preußischem Vorbild.
1883
Das „von Buch’sche“ Rittergut Dobberzin nebst Vorwerk Buchsrode wird verpachtet.
1890
In Dobberzin wird von Paul Bröker ein Dorfgasthof eröffnet.
1892
Die Dorfkirche Dobberzin wird aufwendig renoviert. Nur noch 40 Personen besuchen den Gottesdienst.
1897
Dobberzin hat jetzt 270 Einwohner.
1900
In Dobberzin stehen jetzt außer dem Gut 22 Häuser. 8 Häuser gehören dem Gut und 14 Häuser gehören ihren Bewohnern.
1914 – 1918
Erster Weltkrieg – auch Einwohner von Dobberzin verlieren dabei ihr Leben.
1926
Nach einer Volkszählung hat Dobberzin jetzt 350 Einwohner.
1931
Außer dem Gut hat Dobberzin jetzt 31 Wohnhäuser.
24. April 1945
Evakuierungsbefehl: In 24 Stunden müssen die letzten Bewohner von Dobberzin ihre Häuser verlassen.
1946
Der Dobberziner Dorfkrug öffnet wieder.
In Dobberzin wird die alte Brennerei neben den Gutshaus abgerissen.
Der Schulbetrieb in der alten Dorfschule (Klasse 1 bis 4) wird wieder aufgenommen.
1950
Frau Erika Holz gründet die DFD-Ortsgruppe Dobberzin.
1955
Gründung einer LPG Typ III. Diese LPG hatte zwei Jahre später bereits 33 Mitglieder und bewirtschaftete 495 ha Land.
21-22. August 1954
700-Jahrfeier von Dobberzin
1958
Im ehemaligen Pfarrhaus neben der Dorfkirche wird eine HO-Verkaufsstelle eingerichtet.
1960
Im März 1960 wurde Dobberzin ein vollgenossenschaiches Dorf mit 140 LPG-Mitgliedern.
Im Gutshaus wird ein Erntekindergarten eingerichtet.
Der Sportverein „Traktor Dobberzin“ wird ofziell gegründet.
1967
Die Dobberziner Dorfschule wird geschlossen.
1969 – 1971
Der VEB Erdöl und Erdgas Mittenwalde beginnt in der Ortslage Dobberzin mit der Suche nach Erdöl und Erdgas. Es werden nur geringe Mengen gefunden und die Arbeiten eingestellt.
1971
Die LPG Crussow- Henriettenhof schließt sich der LPG Dobberzin an. Weitere Zwischenschritte in der LPG-Zeit werden die kooperative Abteilung Panzenproduktion 1975 und die LPG Tierproduktion 1977 mit 2800 Schweinen, 820 Rindern und 420 Schafen.
1974
Dobberzin wird als Wohnbezirk VIII in die Stadt Angermünde eingemeindet.
1976
Dobberzin erhält eine Trinkwasserleitung.
Gründung der Bungalowgemeinschaft „Mündesee“.
1979
725-Jahrfeier von Dobberzin
1990
In Dobberzin leben 310 Einwohner.
Die LPG „Neuer Weg“ in Dobberzin steht vor dem Aus.
Die Dorfkirche muss wegen Einsturzgefahr geschlossen werden.
Der Kindergarten und HO-Verkaufsstelle in Dobberzin werden geschlossen.
Der Abriss von Stallungen im Gutshausbereich beginnt.
12. Dezember 1991
Die Dobberziner Agrar-GmbH wird gegründet.
2000
Nach 10-jähriger Bauzeit wird die Dobberziner Dorfkirche wieder geweiht.
2001
Bebauungsplan „Wohnungsbaustandort Dobberzin Nord“ .
2003
Gemeindegebietsreform, Dobberzin wird Ortsteil von Angermünde und wählt einen Ortsbeirat.
12/2003
Gründung Frauentreff, Neubeginn eines gemeinsamen Dorflebens.
Beginn des jährlichen, gemeinsamen Adventsingen in der Kirche und anschließendem gemütlichem Beisammensein mit dem Weihnachtsmann auf dem Kirchvorplatz.
2004
Gründung des „Dorfverein Dobberzin e.V.“ in der Vorbereitungsphase auf die 750-Jahrfeier von Dobberzin.
25. – 27.06.2004
750-Jahrfeier mit historischem Festumzug durch Dobberzin
2005
Beginn des jährlichen gemeinsamen Frühlings- und Herbstsingen in der Kirche und anschließendem gemütlichem Beisammensein auf dem Kirchvorplatz.
Neugestaltung des Kirchvorplatzes.
2005 – 2006
Erneuerung der B2 mit Geh- und Radweg einschließlich Beleuchtung. Errichtung einer Ampel an der Kreuzung B2 – Crussow – Dorf, sowie Bau des Radweges nach Henriettenhof.
2006
Beginn der jährlichen Gestaltung einer „Partymeile“ am Zandereck am Mündesee anlässlich des Herrentages
2006 – 2007
Grunderneuerung der Straße nach Crussow.
Ausbau Radweg von Dobberzin nach Angermünde.
2007
Einweihung des Spielplatzes am Gutshof.
Beginn der jährlichen Bootsregatta im August am Mündesee in Dobberzin.
2008
Beteiligung an der 775-Jahrfeier Angermünde mit der „Dobberziner Schlittenfahrt“
12/2009
Fertigstellung der Besuchertoilette und eines Lagerraumes in der Dorfkirche
2009
Jährliches Sport- und Dorffest, organisiert vom Sportverein “Grün-Weiß-Dobberzin”
25-27.06.2010
50 Jahre Sportverein „Grün-Weiß-Dobberzin“
05/2011
Aufstellen des “Leuchtturmes”, ein Ergebnis des Hartgesteinsymposiums, auf dem Fuchsberg bei Dobberzin
10/2011
Rekonstruktion der Kerkower Straße zwischen Bahnübergang und LPG-Weg und Aufbringen einer Bitumendeckschicht
2013
Die Kirche erhält vier Turmuhren mit Stundenschlag und elektrischem Glockengeläut.
Auf dem Friedhof wird ein Urnengemeinschaftsgrab eingerichtet.
2014
Der Dorfstein wird vom Dorfverein Dobberzin e.V. gestaltet und gesetzt.
Dobberzin hat 319 Einwohner, davon 42Kinder unter 14 Jahre und 6 Bürger über 85 Jahre.